Mittwoch, 1. Mai 2019

Brigitte Teufl-Heimhilcher - Waldstettener G´schichten / Tante Adelheids Schloss


Kurzbeschreibung:
(Klappentext)
Völlig unerwartet erbt Gloria das Schloss ihrer Ahnen - doch es ist baufällig und liegt am Ende der Welt. Verkaufen scheint die einzige Möglichkeit, dummer Weise verliebt sich Gloria in das alte Gemäuer
Waldstetten hat zwar nicht viel zu bieten, aber es gehört zur Modellregion für das bedingungslose Grundeinkommen, und ein Einkommen könnte Gloria gut brauchen, denn die Kunstgeschichtlerin ist seit Längerem auf Jobsuche. Gemeinsam mit Freund Daniel zieht sie ins Schloss, kämpft gegen bröckelndes Mauerwerk, den wenig entgegenkommenden Bürgermeister, den Argwohn der Waldstettener und fragt sich bald: Was war los mit meinen Vorfahren? Welche Geheimnisse verbergen sich hinter den alten Schlossmauern?

Meinung/Fazit:
Da schon im Klappentext hinreichend Inhalt gelüftet wird ( ist jetzt nicht negativ gemeint ) , bleibt mir , von den Handlungen her, nicht mehr viel zu erzählen.
Schlosserbin ohne Vermögen - da muss sich Gloria so einiges einfallen lassen.
Onkel Konrad, der seine ehemalige Fabrik veräußert, kann sie in Zukunft nicht mehr so unterstützen wie bisher. Also auf zu "neuen Ufern", denn so eine Schlossrenovierung gibt es nicht umsonst!
Neben einigen Höhen und Tiefen, privat sowie auch in Hinblick des Schlosses, meistert Gloria mit Hilfe so manche Hürde.

Dieser Gesellschaftsroman hat mir sehr gut gefallen, ein gelungener Auftakt einer Reihe.
Die Beschreibungen der Protagonisten, Orte und Handlungen sind gut getroffen. Oft hatte ich Kopfkino und der Humor kam auch nicht zu kurz.
Ich liebe diesen österreichischen Charme.

Auf die Fortsetzung der Waldstettener G´schichten freue ich mich schon.


Brigitte Teufl--Heimhilcher - Waldstettener G´schichten - Tante Adelheids Schloss-
Verlag Books on Demand - ISBN 9 783748 126652




Sonntag, 14. April 2019

Britta Orlowski - Ein Kuchenstück zum Liebesglück


Kurzbeschreibung:
(Klappentext)
Endlich ist ein wenig Ruhe in Cosimas Leben eingekehrt. Sie hat mit ihren Eltern und ihrer Vergangenheit als Politikertochter gebrochen und wohnt auf einem Mehrgenerationenhof. Halt findet sie in ihrer Leidenschaft: dem Backen. Alles läuft prima, bis Vincent Kaufmann, Mädchenschwarm aus ihrer ehemaligen Schule, plötzlich wieder in ihrem Leben auftaucht...
Einfach so, aus heiterem Himmel? Daran glaubt Cosima nicht. Vor allem, weil ihre  Väter in einigen Angelegenheiten gemeinsame Sache machen und sich dabei nicht immer an die Spielregeln halten ...

Meinung / Fazit:
Mit dem Roman ging es für mich zurück auf den Mehrgenerationenhof nach Bützer. Dort bin ich nun zum dritten Mal Gast/Besucher und stiller Teilnehmer.
Wie bereits in den vorherigen Teilen fühlte ich mich gleich daheim.
Es war wieder ein tolles Erlebnis zu sehen, wie die Gemeinschaft zusammen hält und auch in schwierigen Situationen und bei Problemen jedem hilfreich zur Seite steht.

Diesmal ist Cosima die Hauptprotagonistin. Mittlerweile führt sie erfolgreich ihr Hof-Cafe, lebt dort ihre Leidenschaft zum Backen aus und ist eigentlich zufrieden. Da tritt Vincent, ein ehemaliger Schulkamerad in ihr Leben. Er kommt, genau wie sie, aus einer Familie, in der Geld und Ansehen über alles geht, jedoch Geborgenheit und Liebe Fremdwörter sind. Zuerst tritt sie Vincent misstrauisch gegenüber - soll er sie ausspionieren? Was sollte der Mädchenschwarm sonst auf dem Hof?
Langsam kommen sie sich näher und durchleben gemeinsam Höhen und Tiefen....

Alles weitere bitte ich selber zu lesen, es lohnt sich!

Die flüssige Schreibweise und die detaillierte Beschreibung der Protagonisten und Orte ließen mich gleich eintauchen in das Leben auf dem Hof. Die jeweiligen Situationen sind gut beschrieben und erweckten die Neugier in mir : wie geht es weiter!
Für die Bäckerinnen unter den Lesern sind im Anhang des Buches Rezepte aus Cosimas Backwerkstatt aufgelistet, eine schöne Idee.

Mir hat das Buch mit dem rosa Einband sehr gut gefallen. Es ist mehr als ein (rosa) Liebesroman.
Nun warte ich auf eine neue Geschichte aus Bützer.

Britta Orlowski - Ein Kuchenstück zum Liebesglück -
                                          CW Niemeyer BuchverlageGmbH - ISBN 978-3-8271-9503-6








Donnerstag, 4. April 2019

James L. Rubart - Das Haus an der Küste



Kurzbeschreibung:
(Klappentext)
Alles beginnt mit einem Brief ...
Micha Taylor erbt ein Haus am Meer. Doch so richtig glücklich ist er nicht darüber. Führt es ihn doch zurück an den Ort seiner Kindheit. An einen Ort, an den er sich lieber nicht erinnern möchte. Doch das Anwesen übt eine starke Anziehung auf ihn aus. Erstaunlicherweise verändert es sich. Immer neue Räume tauchen auf, die am Vortrag noch nicht da gewesen sind. Micha beginnt, an seinem Verstand zu zweifeln. Das Haus spiegelt sein Innerstes wider: seine tiefsten Gefühle, verdrängte Verletzungen, längst begrabene Träume. Und Gott scheint bei alledem eine gravierende Rolle zu spielen. Schon bald muss Micha eine Entscheidung treffen ...

Meinung/Fazit:
Wer den Autoren kennt, weiß, dass er bei diesem Buch keinen Krimi oder einen Liebesroman erwarten kann. Denn James L. Rubart ist ein christlicher Schriftsteller. Somit ist dieses Buch auch sehr christlich und verlangte mir als Leser doch so einiges ab.

Micha, ein sehr erfolgreicher Unternehmer in Seattle, erbt von seinem Onkel Archie - den er nie kennen gelernt hatte - ein Haus in Cannon Beach. Einen Ort an den er nicht zurückkehren wollte. Doch er wollte es sich anschauen um zu entscheiden, verkaufen oder nicht.
Schon gleich zu Anfang entwickelte das Haus ein Eigenleben, Zimmer taten sich auf, die er vorher dort nicht gesehen hatte. Träume suchten ihn heim, die so real waren, dass er an seinem Verstand zu zweifeln begann. Was passierte hier mit ihm? Und dann die Briefe seines Onkels, die dieser vor langer Zeit geschrieben hatte.
Hatte in seinem Leben der Glaube an Gott überhaupt noch einen Platz?

Micha veränderte sich, er begann mit der Bewältigung und Aufarbeitung der Vergangenheit, stellte sich seinen Ängsten und begann sein Herz und seine Seele wieder für Gott zu öffnen.

Für mich war es ein Buch, dass die Freiheit der Entscheidung - pro oder contra - für den Glauben beinhaltet.

James L. Rubart - Das Haus an der Küste - Verlag GerthMedien -
                                                                                                               ISBN 978-3-95734-569-1


Montag, 1. April 2019

Janne Mommsen - Die Bücherinsel



Kurzbeschreibung:
(Klappentext)
Sandra Malien lebt in einem kleinen Haus am Strand. Durch Zufall landet die quirlige Mittdreißigerin in dem Lesekreis der kleinen Inselbuchhandlung. Hier treffen sich Bücherliebhaber, aber auch diejenigen unter den Insulanern, die abends nicht allein vordem Fernseher sitzen wollen. Besonders sympathisch ist Sandra der charmante Schulleiter Björn. Nur hat Sandra ein Problem: Dass sie nicht lesen und schreiben kann, ahnt auf der Insel niemand.
Eines Tages trifft Sandra Björn unverhofft an ihrer Lieblingsstelle am Strand wieder,sie verbringen einen atemberaubend schönen Nachmittag auf der großen Düne. Für Sandra ist danach klar: Sie hat sich Hals über Kopf in diesen Mann verliebt. Aber hat ihre Liebe trotz aller Geheimnisse eine Chance?

Meinung/Fazit:
Leben, dort wo andere Urlaub machen! Eigentlich ist Sandra mit ihrem Leben und ihrer Arbeit auf der Insel zufrieden. Ihr Handicap Analphabetin zu sein, kann sie gut überspielen, hört vermehrt Hörbücher und lernt vieles auswendig. So mogelt sie sich durch, bis sie auf den Lesekreis in der Inselbücherei trifft, der ihr Leben verändert.
Gelingt es ihr weiterhin ihr Defizit vor den anderen zu verbergen?

Der Autor bringt in diesem Roman auch ein - immer noch - gesellschaftliches Thema zur Sprache, denn auch heute gibt es noch viele Analphabeten.
Mir hat der flüssige, leichte Schreibstil gut gefallen. Die Protagonisten, Orte und Begebenheiten sind gut und detailliert beschrieben und ich fühlte mich oft mitten im Geschehen.

Ein gut zu lesender Gesellschaftsroman, nicht nur für die Urlaubszeit!

Janne Mommsen - Die Inselbücherei - Rowohlt Verlag GmbH - ISBN 978-3-499-27586-9

Dienstag, 12. März 2019

Regina Neufeld - viel zu kurz und doch für immer



Kurzbeschreibung.
(Auszug Klappentext)
Manche Kinder werden ihren Familien viel zu früh genommen. So erlebten es auch Alexander und Regina Neufeld. Ihr Samuel wurde nur 54 Tage alt. Regina Neufeld erzählt sehr persönlich von dem Verlust ihres Sohnes. Davon, was sie und ihr Mann in der schwierigen Zeit vor und nach der Geburt gefühlt, gefragt und gelernt haben. Wie sie mit dem Verlust umgegangen sind - und immer noch umgehen.

Meinung / Fazit:
Die Autorin schreibt in diesem Buch, wie es ihr und ihrer Familie gelang, durch die schwere Zeit - von der Feststellung der Diagnose bis zum Tod von Samuel - zu kommen. Ebenso, wie das Leben, der Alltag danach zu bewältigen ist.

Der Tod ist ist immer ein tiefer Einschnitt ins Leben.
Bei einem Kind - welches in seinem kurzen Leben, geliebt von allen - doch den Kampf verliert - trifft es besonders hart.
Verzweiflung, Hoffnung, die Frage nach dem "Warum" lässt Gott es zu -  sind im Alltag allgegenwärtig.

Ein Buch, welches mich emotional sehr ergriffen hat.
Dieses Buch ist lesenswert, für Betroffene ebenso wie für alle anderen.

Worte der Autorin, warum sie dieses Buch schrieb:
"Dieses Buch habe ich sowohl für betroffene Eltern als auch für deren Familien , Freunde und seelsorgerliche Begleiter geschrieben. Aber auch für all jene, die sich fragen, wo Gott ist, wenn Menschen leiden. Mit dieser Frage musste ich mich zwangsläufig und sehr intensiv auseinandersetzen, um herauszufinden, ob mein Glaube an Gott nur erlernt ist - oder ob ich ihm wirklich vertraue, egal, was kommt."

Regina Neufeld - viel zu kurz und doch für immer - Verlag GerthMedien -
ISBN 978-3-95734-543-1




Dienstag, 5. März 2019

Leonie Hoffmann - Überwunden



Kurzbeschreibung
(Klappentext)
Als Leonie Alex kennenlernt, glaubt sie, die Liebe ihres Leben gefunden zu haben. Doch schon bald entpuppt sich ihr vermeintlicher Traummann als ihr größter Albtraum: ein krankhaft eifersüchtiger Mann, der ihr das Leben unerträglich macht, der ihr Vertrauen missbraucht und ihren Selbstwert zerstört - und irgendwann sogar ihren Glauben. Dennoch empfindet Leonie eine Liebe für diesen Mann, die trotz Gewalt, Demütigung und Kontrolle niemals aufzuhören scheint - bis sie die Wahrheit nicht mehr leugnen kann: dass diese Beziehung in Wirklichkeit rein gar nichts mit wahrer Liebe zu tun hat! Doch als die junge Frau dies erkennt, ist es bereits zu spät. Jetzt lässt ihr Freund sie nicht mehr gehen...

Meinung / Fazit:
Diese Buch ist keine Fiktion, sondern ein Teil der Lebensgeschichte der Autorin.

So oder so ähnlich findet täglich Gewalt gegen Frauen statt. Frauen, die aus einem behütetem Umfeld kommen, sich in einen Mann verlieben und mit ihm ihr Leben verbringen wollen.
Doch wie aus der Beziehung ein Albtraum werden kann, beschreibt hier die Autorin
sehr bildhaft.
Alex zerstört ihre Seele, zwingt sie ihre Familie, Freunde und auch ihren Glauben hinter sich zu lassen. Er macht sie emotional abhängig. Mehrere Versuche ihn zu verlassen scheitern - sie kehrt immer wieder zu ihm zurück. So groß ist sein Einfluss auf Leonie geworden!
Es grenzt schon an ein Wunder, dass sie es doch schließlich schafft ihn zu verlassen. Es war wohl sprichwörtlich "die Rettung in letzter Minute"!

Soviel Gewalt, Erniedrigung, Schmerz und Leid wie Leonie erfährt, hat mich sehr betroffen gemacht. Ich habe mich während des Lesens oft gefragt: Warum!!! beendet sie es nicht, zieht einen Schlussstrich, geht zu ihren Eltern - die stets um sie kämften - zurück!
Doch wenn man das Buch gelesen hat, den Weg des Horrors mit ihr "gegangen" ist, weiß man, es war ihr einfach nicht möglich, da Alex sie durch Gewalt und Unterdrückung seelisch schon zerstört hatte.

Zitat der Autorin
"Der Weg in die Freiheit war ein langer und schmerzhafter, doch es hat sich gelohnt, ihn zu gehen. Und ich weiß, du kannst es auch schaffen! Deshalb nimm die bitte die Zeit, lies meine Geschichte und lerne mich kennen - vor allem aber diesen starken Gott, der dich unendlich liebt und wie ein Löwe um dich kämpft."

Eine Lebens- (Leidens-) geschichte, die mich sehr berührt hat.

Zur Autorin
Leonie Hoffmann ist ein Pseudonym, um die Anonymität aller Beteiligten zu gewährleisten und die Autorin zu schützen. Sie wurde 1988 geboren und lebt in Deutschland.


Leonie Hoffmann - Überwunden - VerlagGerthMedien - ISBN 978-3-95734-489-2





Samstag, 2. März 2019

Brigitte Teufl- Heimhilcher - Zwillinge in Dur und Moll



Kurzbeschreibung:
(Klappentext)
Roswitha und Vicky sind Zwillingsschwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

Vicky, lebensfroh und tatkräftig, ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, und obwohl sie erst vor Kurzem ihren Mann verloren hat, sieht sie vertrauensvoll in die Zukunft.

Roswitha hat scheinbar alles, um glücklich zu sein - ein großes Haus, Familie und einen Job in der Firma ihres Mannes.

Ein Schicksalsschlag führt die beiden nach langer Zeit wieder zusammen. Vicky stellt bald fest, dass ihre Schwester mit ihrem Leben unzufrieden ist. Sie versucht herauszufinden, woran das liegen könnte und macht dabei ganz erstaunliche Entdeckungen, die das Leben aller Beteiligten drastisch verändern - auch das ihre.


Meinung / Fazit:
Der Titel ist bei diesem Roman gut gewählt - denn unterschiedlicher könnten die Zwillinge nicht sein.

Roswitha, die sich - meiner Meinung nach - selbst im Weg steht. Es mag auch, nach der Trennung der Eltern, auf den Einfluss der Mutter zurückzuführen sein.
All ihre Pläne für die Zukunft lösen sich buchstäblich in Luft auf. Sie führt jahrzehntelang ein Leben, mit dem sie innerlich unzufrieden ist und deckt dann ein Geheimnis auf, was sie fünfzehn Jahre lang unter Verschluss hielt. Die Reaktion ihrer Familie darauf fällt unterschiedlich auf, was sie so nicht erwartet hat.

Vicky ist ein ganz anderer Typ, fröhlich und aufgeschlossen. Lag es daran, dass sie bei der Trennung der Eltern mit ihrem Vater wegging?
Sie versucht sich in das Seelenleben der Schwester einzufühlen, kann Roswithas Handlungen aber nicht immer verstehen und nachvollziehen.

Durch den flüssigen Schreibstil ließ sich der Roman gut lesen und ich fühlte mich gut unterhalten.
Die Beschreibung der Protagonisten ist bildhaft, so dass ich mir alle gut vorstellen konnte. Nur mit Roswitha bin ich nicht so warm geworden, sah sie doch meist "den Splitter im Auge des Anderen, doch den Balken in ihrem nicht". Denn jeder ist seines Glückes Schmied.

Brigitte Teufl-Heimhilcher - Zwillinge in Dur und Moll - ISBN 9783752870015








Sonntag, 17. Februar 2019

Helga Glaesener - Das Seehospital [Rezension]




Kurzbeschreibung:
(Klappentext)
Amrum, 1920: Nur widerwillig kehrt Frida zur Beerdigung des Großvaters zurück auf ihre nordfriesische Heimatinsel. Der alte Kapitän Kirschbaum gehörte zu Amrum wie die Wellen zum Strand. Aber für Frida hatte er zuletzt kein gutes Wort übrig. Ihren Traum, in Hamburg Medizin zu studieren, hielt er für Weiberflausen und drehte ihr den Geldhahn kurzerhand zu. Dabei hätte der Insel-Patriarch eine vertrauenswürdige Ärztin in dem kleinen Hospital, das er für lungenkranke Kinder gestiftet hat, gut gebrauchen können. Nach seinem Tod droht der Einrichtung nun wegen Geldmangels das Ende. Aber was wird dann aus den kleinen Patienten? Fridas Mutter will aus der imposanten Strandvilla lieber ein exclusives Kurhotel machen. Auch von ihren beiden Schwestern kann Frida keine Hilfe erwarten. Dennoch nimmt sie den Kampf auf - und ahnt nicht, wie hoch der Preis für sie und ihre Familie sein wird ...

Meinung / Fazit:
"Das Seehospital" war für mich das erste Buch der Autorin Helga Glaesener. Angetan vom Klappentext beschloss ich das Buch zu lesen.
Die Autorin nahm mich mit in eine Zeit, in der die Frau noch nach dem Prinzip - die Frau sei dem Manne Untertan - leben musste.
Doch Frida unterschied sich darin schon, als sie beschloss nach der Ausbildung zur Krankenschwester, das Studium der Medizin zu beginnen. Ihr Großvater, der ihr die Pflegeausbildung bezahlte, drehte ihr daraufhin den Geldhahn zuund wandte sich von ihr ab. Doch Frida ließ sich nicht beirren und finanzierte sich durch die Arbeit in der Pflege das Studium.

An dem Tag, als Frida Amrum zur Beerdigung des Großvaters betritt, ändert sich ihr Leben von Grund auf.
Nicht nur ihr Leben, auch das ihrer Geschwister wird ein harter Kampf. Doch Frida findet in Dr.James Tylor und Matz, dem Lehrer der Inselschule, Menschen die ihr beistehen und mit ihr kämpfen.

Die Autorin nahm mich mit ihrem flüssigen Schreibstil, ihren detaillierten Beschreibung der Personen, Umstände und Zeitgeschehen auf eine Reise mit, in der Gewalt, Korruption und Unterschlagung - sogar in der eigenen Familie - den Alltag bestimmten.
Einmal zu lesen begonnen konnte ich nicht aufhören, der Spannungsbogen stieg stetig an und ich wollte wissen, wie es für Frida und ihre Geschwister ausgeht.

Von mir bekommt dieser Roman eine Leseempfehlung!

Helga Glaesener - Das Seehospital - Rowohlt Taschenbuch Verlag

Dienstag, 8. Januar 2019

Petra Schier - Flammen und Seide


Kurzbeschreibung ( Klappentext )

Zeiten der Gefahr
Rheinbach, 1673, Madlen Thynen weiß, dass Krieg herrscht. Als Tochter eines Tuchhändlers ist es unmöglich, die ausbleibenden Lieferungen zu ignorieren. Doch sie weiß nicht, was Krieg bedeutet. Bis er ihre Heimat erreicht..?

Zeiten des Schicksals
Noch bevor die ersten feindlichen Truppen nahen, ist die Stadt Schauplatz des Konflikts zwischen Franzosen und Holländern: Ein Verräter hat sich hier eingenistet. Auf der Suche nach ihm kommt Madlens Jugendliebe zurück nach Rheinbach. Und bittet ausgerechnet ihren Verlobten um Hilfe.

Zeiten der Entscheidung
Madlen sollte sich nicht zerrissen fühlen zwischen diesen beiden Männern. Und doch tut tie es. Wird sie nun selbst zur Verräterin? Und wenn ja, wen verrät sie: ihre Pflicht oder ihr Herz?


In diesem Roman nimmt die Autorin den Leser mit in die kleine Stadt Rheinbach. Dort herrscht Angst, steht doch der Krieg bereits vor den Stadttoren.

Durch den flüssigen Schreibstil, den gut gezeichneten Protagonisten und die bildhaften Beschreibungen der Orte und Umgebungen fiel es leicht in den Roman einzusteigen.

Madlen und ihre Familie sind mir gleich ans Herz gewachsen. Der Vater war schon sehr fortschrittlich und hatte stets ein offenes Ohr, eine warmherzige Art.
Auch Lucas Cuchenheim war mir sehr sympathisch, von Peter von Werdt wusste ich zu Beginn nicht, was ich von ihm halten sollte.
Die Entwicklung der Protagonisten und der Geschichte um Krieg, Verrat und Liebe hat mir sehr gut gefallen.

Auch diesmal konnte mich die Autorin mit ihrem Schreibstil, der guten Recherche und die Verbindung zwischen Historie und Fiktion überzeugen.

Von mir eine Leseempfehlung.

Petra Schier - Flammen und Seide - Rowohlt Taschenbuch Verlag - ISBN 978-3-499-27355+1