Sonntag, 27. September 2015

Annette Hennig - Das Geheimnis des Briefes



Kurzbeschreibung:
(Klappentext)
Argentinien 1945: Arthur Weimann flieht in ein neues Leben, ein fremdes Land, fern seiner Heimat.
Er bekommt eine zweite Chance, heiratet eine Tochter aus reichem Hause und wird dennoch nicht restlos glücklich.
Die Vergangenheit überschattet die Ehe mit seiner blutjungen Frau und er schreibt sich in einem Brief an seine große Liebe alles von der Seele.
Erst 70 Jahre später treffen seine Zeilen ein, die Empfängerin ist, genau wie er, längst verstorben.Nun ist es an seinen Nachfahren, das Geheimnis aufzudecken, das er ihnen hinterlassen hat. Werden seine Kinder und Kindeskinder ihn verstehen oder werden sie ihn verurteilen? Können sie ihm vergeben?

Meinung / Fazit:
Mit diesem Buch endet die Trilogie " Und immer war es Liebe" , der Familiengeschichte um Walther Bechstein. Sie führte über Deutschland nach Frankreich und endete in Argentinien. Ein Brief, den Walther ( inzwischen benannte er sich in Arthur um ) vor 70 Jahren an Agnes schrieb, und nun seinen Nachfahren Rätsel aufgab. Sie wähnten ihn doch bereits im 2. Weltkrieg verstorben.
Bereits im 1. Kapitel erreichte der Brief aus Argentinien Frankfurt, doch die Lösung ließ bis kurz vor Ende auf sich warten. Spannung und Neugier bauten sich schnell auf.
Zwischenzeitlich erfuhr ich, was Walthers ( Arthur ) Beweggründe waren nach Argentinien auszuwandern.
Er baute sich ein neues Leben mit einer neuen Familie auf, doch seine erste große Liebe, Agnes, nahm noch immer den ersten Platz in seinem Herzen ein.

Ein toller Abschluss der Familiengeschichte, geprägt von Liebe, Leid und Freundschaft.

Annette Hennig - Das Geheimnis des Briefes - alle Rechte bei der Autorin -
                                                                                    ISBN 978-1512126358


Samstag, 26. September 2015

Maria W.Peter - Die Küste der Freiheit


Kurzbeschreibung:
(Klappentext)
Hessen 1776: Als ihr geliebter Lorenz mit seinem Casseler Regiment nach Amerika in den Krieg geschickt wird, ist Anna zutiefst verzweifelt. So verzweifelt, dass sie sich als Schuldmagd in die amerikanischen  Kolonien verkauft. Bals schon findet sie sich mit zahlreichen anderen Auswanderern auf einem Schiff in die Neue Welt wieder. Doch der Weg in die Freiheit und zur Liebe ist weit...

Meinung / Fazit:
Wer aus Nächstenliebe handelt, der macht sich Feinde. Diese traurige Erfahrung machte Anna Hochstetter, die der Glaubensgemeinschaft der Mennoniten angehört. Da sie nach dem Tod ihres Vaters und ausgeschlossen aus der Glaubensgemeinschaft, nichts mehr im Waldecker Land hält, begibt sie sich auf die Reise ins unbekannte Amerika.
Dort lebt sie als Schuldmagd, lernt die Ausmaße der Sklavenhaltung kennen, findet sich im Unabhängigkeitskrieg wieder und muss viel erleiden. Allein ihre Liebe zu Lorenz von Tannau lässt sie ihr Schicksal erdulden.....

Der flüssige und ansprechende Schreibstil der Autorin, ihre gute Recherche und die bildhaften Beschreibungen ließen die Lesezeit wie im Flug vergehen. Ich litt und hoffte mit Anna, ging in Gedanken ihre Wege mit und war mir nicht sicher, ob sie die Liebe und die Freiheit die sie suchte finden wird.

Eine gut erzählte, fesselnde Geschichte um Liebe und die Suche nach der Freiheit, deren Weg steinig und von Dornen gespickt ist.

Maria W. Peter - Die Küste der Freiheit - Bastei Lübbe - ISBN 978-3-404-16735-7

Freitag, 25. September 2015

Petra Schier - Die Bastardtochter



Kurzbeschreibung:
(Klappentext)
Koblenz, 1362. Die schöne Enneleyn lebt mit einem Makel: Sie ist unehelich geboren. Zwar hat Graf von Manten sie als Tochter anerkannt, die gesellschaftliche Akzeptanz jedoch bleibt ihr verwehrt. Als Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält, zögert sie deshalb nicht lange.
Schon bald stellt sich heraus: Sie hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Nach außen ganz liebevoller Gatte, verbirgt Guntram geschickt seine dunklen Seiten. Nur Enneleyn weiß um seine Brutalität und Machtgier. Und um seinen großen Plan, der sie alle ins Unglück stürzen kann...

Meinung / Fazit:
Mit diesem Buch schließt sich der Kreis um die Kreuztrilogie.
Viele bekannte Personen aus "Die Eifelgräfin" und "Die Gewürzhändlerin" haben ihren Auftritt in diesem dritten Teil,  deren Hauptprotagonistin Enneleyn, die uneheliche Tochter des Grafen Johann von Manten, ist.
Ebenso bereichern neue Charaktere, positive wie negative, die Geschichte.

Enneleyn, die doch starke Minderwertigkeitskomplexe aufgrund ihrer Herkunft hat, ist erfreut über die "Zuneigung" von Guntram von Eggern. Doch dieser handelt aus niederen Beweggründen, als er sie zur Frau nimmt.

Auch das sagenumwobene Kreuz spielt wieder eine Rolle und findet ...... mehr werde ich nicht verraten um Neugier und Spannung aufrecht zu erhalten.

Ein tolles historisches Buch aus der Feder der Autorin Petra Schier, das mich wiederum begeistern konnte.

Petra Schier - Die Bastardtochter - Rowohlt Taschenbuch Verlag - ISBN 978-3-499-26801-4                                                                                                                                                      




Dienstag, 8. September 2015

Ute Jäckle - Im Feuerkreis der Liebe



Kurzbeschreibung:
(Klappentext)
An Ninas zwanzigstem Geburtstag jagt nicht nur eine Katastrophe die nächste, obendrein versetzt ein Amulett sie unvermutet ins tiefste Mittelalter. Auf Burg Adlerfels findet sie Zuflucht und begegnet dem charismatischen Ritter Markus von Buchenfels, der leider das Wort Emanzipation noch nie gehört hat. Auch Markus ist von der seltsamen jungen Frau fasziniert, obwohl ihn Ninas selbstbewusstes Auftreten zum Verzweifeln bringt. Nina arrangiert sich so gut es geht mit dem fremdartigen Leben, immer auf der Suche nach einem Weg zurück in ihre Zeit. Doch Verrat und Intrigen spinnen ein tödliches Netz um Nina, und sie muss ihr Schicksal ausgerechnet in Markus Hände legen. Die Geschehnisse heizen das Feuer ihrer Leidenschaft an, denn längst sind Gefühle im Spiel, wo eigentlich keine sein dürften.


Meinung / Fazit:
Ein Amulett als Geburtstagsgeschenk verändert von jetzt auf gleich Ninas Leben. Gerade noch im Jahr 2015 und dann steht sie vor einer Burg und ist im Jahr 1183 "gelandet".
Ab und an denkt man sich ( gerade beim Lesen ) in eine Zeit hinein, aber dann - so bei Nina - ist es Realität. Sowas hätte sie sich auch nicht träumen lassen.
Da sie aber nicht die Möglichkeit hatte zurück zu kommen, versucht sie sich zu arrangieren, was ihr mal mehr mal weniger glückt.
Sie nimmt am Leben auf der Burg teil und muss erfahren, dass eine Frau keinen eigenen Willen haben darf und wenn, dann ist es besser, ihn nicht öffentlich zu zeigen. Und dann kommt die Liebe in Gestalt von Markus von Buchenfels, der aber auch nicht frei in seinem Willen ist, da er, als ältester Sohn und Erbe, sich dem Willen des Vater beugen muss.
Hass, Neid und Unverständnis begegnen Nina, die sie fast das Leben kosten.

Der flüssige Schreibstil, gut gezeichnete Protagonisten und Handlungen versetzten auch mich in das 12. Jahrhundert.
Gut eingearbeitet in die Geschichte waren reale historische Hintergründe.

Ein lesenswerter Roman, der zwei Genre - Fantasy und Historie - gut vereint, und in dem auch die Spannung nicht zu kurz kommt.

Ich hoffe auf einen Folgeband, da ich neugierig bin, wie es mit Nina und Markus weitergeht.


Ute Jäckle - Im Feuerkreis der Liebe - alle Rechte bei der Autorin















Montag, 24. August 2015

Eva-Maria Farohi - Septembersonne






Kurzbeschreibung:
(Klappentext)
Die Juwelierin Monika arbeitet seit ihrer Scheidung als Schmuckverkäuferin in einem Warenhaus. Auf einer Pauschalreise nach Mallorca trifft sie den verwitweten Mallorquiner Antonio. Er zeigt ihr die Schönheiten der Insel: einsame Buchten und entlegene Strände, das Landesinnere und die Insel Cabrea...
Monika lebt in Antonios Gegenwart auf. Sie beschließt, ihr Leben zu ändern und sich einen interessanteren Job zu suchen. Auch Antonio ist Monika nicht gleichgültig. Als er ihr allerdings vorschlägt, nach Mallorca zu übersiedeln, ist sie dazu nicht bereit.
Die Trennung scheint unvermeidbar.

Meinung / Fazit:
Mit dieser kleinen Geschichte nahm mich die Autorin mit auf einen Kurzurlaub nach Mallorca. Auch wenn ich noch nie dort war, fühlte ich mich mit den wunderschönen Ort- und Landschaftsbeschreibungen dorthin versetzt.
Monika und Antonio waren mir gleich sympathisch und von Seite zu Seite wuchs die Neugier, wie sich die Geschichte weiter entwickelt.
Eine kleine Romanze, von tiefen Gefühlen und auch Unsicherheit geprägt, derer Ende bis zum Schluss nicht absehbar war.

Eine schöne Geschichte, unterhaltsam und flüssig zu lesen. Genau richtig, um dem Alltag für zwei Stunden zu entfliehen.


Eva-Maria Farohi - Septembersonne -  Kindle Single - Alle Rechte bei der Autorin



Samstag, 22. August 2015

Christiane Lind - Die Medica und das Teufelsmoor


Kurzbeschreibung:
(Klappentext)
Bremen, 1381: Für Aleke ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Sie hat sich in Salerno zur Medica ausbilden lassen und wagt nun gemeinsam mit ihrem Ehemann Righert in der Hansestadt Bremen einen Neuanfang. Doch plötzlich taucht eine Bedrohung aus der Vergangenheit auf und bringt ihr mühsam erkämpftes Glück in Gefahr. Alekes heilerische Kenntnisse werden auf eine harte Probe gestellt. Wird es ihr gelingen, das Leben ihrer Liebsten zu retten?

Meinung / Fazit:
"Die Medica und das Teufelsmoor" ist die Fortsetzung von "Die Heilerin und der Feuertod" .
Viel ist geschehen in den sieben Jahren, seit Aleke und Righert Braunschweig verlassen haben. Aleke hat ihre Ausbildung zur Medica in Salerno abgeschlossen und Righert hat sich als Fernkaufmann weitergebildet. Gerne wäre Aleke in Salerno geblieben, doch Righert zieht es nach Bremen um dort als Tuchhändler zu wirken.
Doch Bremen ist ihnen nicht wohl gesonnen und dann treten dunkle Schatten aus der Vergangenheit in Alekes und Righerts Leben.....

Auch dieser Roman bewegt durch die Geschehnisse, den teilweise abgrundtiefen Hass, den verzweifelten Mut am Leben zu bleiben und Leben zu retten.
Bildhafte Beschreibungen der Handlungen, Situationen und Landschaften ließen mich eintauchen in diesen historischen Roman, der sich flüssig lesen ließ. Spannung und Neugier wechselten sich ab.
Ab und an schweiften die Gedanken der Protagonisten zurück in die Vergangenheit und gaben nochmals Einblick in die damaligen Geschehen der Protagonisten aus dem ersten Band.

Da ich ein Liebhaber von historischen Romanen bin, war dieses Buch ein Lesevergnügen.
Ich hoffe auf weitere historische Romane von Christiane Lind.

Christiane Lind - Die Medica und das Teufelsmoor - AufbauVerlag - ISBN 978-3-7466-3131-1




Dienstag, 11. August 2015

Brigitte Teufl-Heimhilcher - Als Papst lebt man gefährlich


Kurzbeschreibung:
(Klappentext)
Weiter gehts mit der Geschichte um den - leidet fiktiven - Papst Leo XV.
Nachdem sich Leos Sicht der Dinge - durch seinen unfreiwilligen "Heimaturlaub" und den Kontakt zu seinen Jugendfreunden Erika und Clemens - in manchen Bereichen veränderte, hat ers im Vatikan nicht leicht. Den einen ist er nun zu fortschrittlich, den anderen immer noch zu konservativ.
Wie gut, dass er Erika in den Vatikan geholt hat, um die von ihm eingesetzte Reformkommission zu leiten. Doch Erikas Anwesenheit sorgt ebenso für Unmut, wie Leos Bemühungen, in der Vatikanbank aufzuräumen.
Während Erika versucht, Leos Reformeifer anzukurbeln, und nach und nach bemerkt, wie tief ihre Gefühle für ihn immer noch sind, denken andere darüber nach, wie man sich des ungeliebten Papstes endgültig entledigen könnte ...

Meinung / Fazit:
Dieser Roman schließt an das Buch "Die andere Schwester des Papstes"  an. Er ist zwar als eigenständiger Roman zu lesen, doch ist es von Vorteil, wenn man den ersten Band und damit die agierenden Personen und ihre Geschichte kennt.

Zwei Jahre sind ins Land gezogen und Papst Leo XV. versucht einiges an Reformen in die Wege zu leiten und "Licht ins Dunkel" zu bringen.
Erika, Leos Freundin aus Jugendtagen und nun Leiterin der Reformkommission im Vatikan, versucht ihn nach besten Kräften zu unterstützen.

Doch wo etwas verändert werden soll, sind auch stets Widersacher am Werke und nicht nur Papst Leo muss um sein Leben fürchten....

Gefallen hat mir auch die Einbindung der Personen aus "Die andere Schwester des Papstes" in diesen Roman. Mutig agierte Clemens und bekannte sich zu seiner Tochter und zu seiner neuen Liebe.

Leider ist dieser Roman - obwohl er einige reale Hintergründe beinhaltet - nur eine Fiktion.

Auch dieser Gesellschaftsroman von Brigitte Teufl-Heimhilcher hat mich wieder überzeugen können und mir eine vergnügliche Lesezeit bereitet.


Brigitte Teufl-Heimhilcher - Als Papst lebt man gefährlich - Alle Rechte bei der Autorin