Donnerstag, 18. Dezember 2014

Brigitte Teufl-Heimhilcher - Tante Fritzi - forever clever


Nach dem Tod ihres Mannes Gerd, sowie aus gesundheitlichen Gründen, verkauft Fritzi ihr Haus und zieht in das Seniorenheim "Haus Sonnenschein".
Doch Fritzi gehört noch lange nicht zum "alten Eisen". Rege nimmt sie an den dortigen Angeboten - sei es der Chorwettbewerb, der Weihnachtsbazar oder das Faschingsfest, teil.
Sie lernt nette und auch nicht so nette Menschen dort kennen, mit manchen verbringt sie gerne ihre Freizeit.
Ihrer Nichte Babette, die nach dem Tod ihrer Eltern bei Fritzi und Gerd aufwuchs und nun mit einem Architekten, den Fritzi als nicht vertrauenswürdig einstuft, liiert ist, will sie, mit Hilfe des pensionierten Anwaltes Konstantin, die Augen öffnen.....

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Auch diesmal gelang es der Autorin, mich mit ihrem Roman gut zu unterhalten.
Tante Fritzi hatte ich sofort in mein Herz geschlossen.  Sie weiß, was sie will, lässt nicht locker bis sie ihr Ziel erreicht hat, auch wenn es mal länger dauert.

Liebevoll gezeichnete Charaktere, gespritzt mit Humor, geben diesem Roman, der flüssig zu lesen ist, die richtige Würze.

Ein lesenswerter Roman, der mich die "dunkle Jahreszeit" vergessen ließ. Einmal begonnen musste er zu Ende gelesen werden.

Ich hoffe auf weitere Romane der Autorin.


Brigitte Teufl-Heimhilcher - Tante Fritzi - forever clever - alle Rechte bei der Autorin
                                                                                             ISBN 978-3-9503478-6-9    
                                                                                                                                                           

 www.teufl-heimhilcher.at
                                                 








Dienstag, 25. November 2014

Britta Orlowski - Maistöcke



Klappentext:
Bevor sich Levke in ihrem neuen Zuhause im Havelland einleben kann, wird sie Witwe. Albträume quälen sie. Wieso glaubt sie, dieses fremde Dorf zu kennen? Als sich unlösbare Todesfälle häufen, sucht Levke nach Antworten. Ist Jack the Ripper für das Morden verantwortlich? Welches Geheimnis verbirgt die Kräuterfrau Jordis? Und was hat es mit dem Quilt der verlorenen Seelen auf sich? Das größte Rätsel aber gibt ihr der attraktive Seemann mit den violetten Augen auf: Silas Böttcher, der plötzlich wieder in Bützer lebt. Hoffentlich begeht Levke keinen folgenschweren Fehler, indem sie ihm vertraut, denn etwas an ihm geht ihr tief unter die Haut.


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Der pensionierte Kapitän Jochen Krömer heiratet die junge Levke, die, nach dem Tod ihrer Eltern bei Onkel und Tante lebt, wo Schläge und Schikane an der Tagesordnung sind.
Er zieht mit Levke nach Bützer, einem kleinen Ort im Havelland, wo er ein Häuschen gekauft hat.
Leider stirbt der Kapitän schon nach kurzer Zeit und Levke ist als junge Witwe ganz auf sich allein gestellt. Doch sie verzagt nicht und nimmt ihr Leben selbst in die Hand, was zur damaligen Zeit nicht einfach ist.
Sie lernt viele sympathische Menschen in Bützer kennen, die ihr helfen. Levke bringt den interessierten Frauen das Quilten bei und fühlt sich in Bützer bald heimisch.
Was hat es mit den Albträumen, die Levke oft heimsuchen, auf sich?
Doch auch Bützer ist nicht vor kriminellen Machenschaften gefeit und es geschehen Morde, die auch Levke in Gefahr bringen.

Mehr will ich hier nicht verraten, denn es lohnt sich, diesen historischen Roman zu lesen.

Durch den flüssigen Schreibstil, die liebevoll gezeichneten Charaktere sowie die bildhaften Beschreibungen der Orte und Handlungen konnte ich schnell in die Geschichte eintauchen und war oft ein Teil von ihr.

Für mich war dieser Roman ein Lesegenuss.


Mehr über die Autorin Britta Orlowski könnt ihr auf ihrer Seite lesen:

www.britta-orlowski.de

Britta Orlowski -Maistöcke - bookshouseVerlag - ISBN 978-9963-52-488-4





Montag, 3. November 2014

Christiane Lind - Die Heilerin und der Feuertod


Klappentext:
Braunschweig, 1374. Seit jeher leidet die junge Aleke darunter, dass ihr Vater sie nie als Tochter anerkannte. Umso überraschter ist sie, als er sie eines  Tages um Hilfe bittet: Sein Sohn sitzt im Kerker und  kann sich an nichts erinnern. Alekes heilkundliche Kenntnisse sind die einzige Chance, ihm zu helfen. Zögernd willigt sie ein. Doch dann wird ihr Vater eines ungeheuren Verbrechens bezichtigt - und zwar ausgerechnet von dem Mann, den sie liebt. Und Aleke muss sich entscheiden.

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"Die Heilerin und der Feuertod" ist das erste Buch von Christiane Lind, welches ich gelesen habe. Wer möchte, erfährt näheres  unter  www.christianelind.de

Schon der Klappentext sprach mich an, und nachdem ich den Prolog gelesen hatte wusste ich, dies ist ein Buch für mich.

Anschaulich und in einem flüssigen Schreibstil entführt die Autorin den Leser in das Braunschweig im Jahr 1374.

Die Beschreibungen der Handlungen, Lebensumstände, Orte und Protagonisten sind sehr bildhaft und so konnte ich gut in die Geschichte eintauchen.

Aleke, eine junge Frau hat es in ihrem bisherigen Leben nicht leicht gehabt. Als uneheliches Kind lebt sie gemeinsam mit ihrer Mutter - bis zu deren Tod - bei den Beginen. Aleke erwirbt heilkundige Kenntnisse und bleibt auch weiterhin als Magd bei den Beginen. Doch sehnt sie sich immer nach ihrem Vater, den sie in dem reichen Händler und Stadtrat Acchem van dem Broke sieht.
Und doch ist Aleke für die damalige Zeit sehr selbstbewusst und willensstark.
Der aus Magdeburg angereiste Kaufmann Righert van Anhald, macht recht schnell die Bekanntschaft von Aleke und bald sind beide auf der Spur nach einem Mörder und kommen sich auch gefühlsmäßig näher.
Doch dann gibt es eine Enthüllung, mit der Aleke nicht gerechnet hat...

Da am Ende noch Fragen offen bleiben, gibt es bald ein Wiedersehen mit Aleke und Righert, auf welches ich schon gespannt bin.

Ein lesenswerter, gut recherchierter historischer Roman.



Christiane Lind - Die Heilerin und der Feuertod - aufbau-verlag - ISBN 978-3-7466-3078-6





Donnerstag, 16. Oktober 2014

Christian Döring - Bibel statt Parteibuch



In einem Dialog mit Christian Heinritz lässt Christian Döring Geschichten aus seinem Leben in der damaligen DDR lebendig werden. Er gibt Einblicke in seinen ganz privaten Lebensraum und wie es ihm gelang im atheistischen Arbeiter- und Bauernstaat seinem Glauben an Gott treu zu bleiben.

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In diesen fünfundzwanzig Kapiteln beschreibt Christian Döring Lebensereignisse  - von seiner Geburt bis zum Mauerfall.

Man merkt, schon der "kleine Christian" macht sich früh Gedanken und eckt mit seinen aufgeweckten Fragen oft an. Schnell aber lernt er, was er fragen/sagen darf und was er besser für sich behält und entwickelt sich mit den Jahren zu einem aufmerksamen Beobachter.
Für jemanden der mit dem Alltag der damaligen DDR nicht vertraut ist, sind seine Beschreibungen über die Misstände in der Versorgung des täglichen Lebens kaum nachzuvollziehen. Und wie schlimm musste es sein, wenn man seine Ansichten und Meinungen oft nicht ohne Konsequenzen frei äußern konnte?

Interessant und auch teilweise spannend ist es zu lesen, wie er seinen Alltag beschreibt und mit welchen Hindernissen er zu kämpfen hatte.
Doch niemals wäre er auf den Gedanken gekommen, seine Heimat zu verlassen und in den Westen zu gehen.

Auch wenn es sich bei diesem Buch um eine ganz persönliche Schilderung handelt, so wird es wohl vielen Menschen ähnlich ergangen sein.


Ein lesenswertes Buch, vom Autor mit persönlichen Bildern bereichert, über die jüngste deutsche Geschichte.

Christian Döring - Bibel statt Parteibuch - francke Verlag - ISBN 978-3-86827-466-0



Freitag, 10. Oktober 2014

John Ramsey - Dezemberdrama


Kurzbeschreibung:
Am frühen Morgen 26. Dezember 1996 fand Patsy Ramsey im Flur einen Erpresserbrief, in dem stand, dass ihre Tochter JonBenét entführt worden sei. Die Entführer forderten ein Lösegeld von 118.000,00 Dollar, Anweisungen die Polizei nicht zu benachrichtigen - da JonBenét sonst ermordet würde und die Entführer würden sich mit John Ramsey in Verbindung setzen. Bei einer eingeleiteten Hausdurchsuchung fand John seine tote Tochter in einem Kellerraum des Hauses...

Fazit:
In diesem Buch beschreibt John Ramsey die Geschichte seiner Familie, deren größter Albtraum Weihnachten 1996 begann.

Obwohl sie nie offiziell angeklagt wurden standen sie zwölf Jahre lang unter dem Verdacht, ihre Tochter ermordet zu haben.
Die Medien veranstalteten geradezu eine Hetzjagd, schürten Gerüchte und die Polizei unternahm nichts um sie zu entlasten.
Bereits vier Jahre zuvor verlor John seine Tochter Elisabeth durch einen tragischen Verkehrsunfall, nun verlor er seine Tochter JonBenét durch einen Mord und 2006 starb seine Frau Patsy an Krebs.
Wie viel kann ein Mensch verkraften?

Kraft und Halt fand er in seinem  Glauben zu Gott, auch wenn die Frage "Warum?" einen Großteil seines Denkens  ausmachte.

In flüssigem Schreibstil - aber leider nicht chronologisch geordnet, welches dadurch oft verwirrend beim Lesen war - lässt er den Leser an seinen Ängsten, seinem Leid, seiner Trauer aber auch seiner Hoffnung teilnehmen.
Einige Stellen sind sehr emotional geschrieben, bei anderen war ich mir nicht sicher, ob die Begebenheit so geschehen war, er vielleicht etwas zuviel hinein interpretiert hat, ( bei seiner Missionsreise durch Indien "heilte" er einen Jungen von seiner Krebserkrankung durch Gebet und Handauflegung)  denn bei solchen Wundern bin ich immer etwas skeptisch.

Leider erlebte seine Frau Patsy nicht mehr, dass sie 2008 von der Staatsanwaltschaft vom Verdacht der Tötung freigesprochen wurden.

Eine lesenswerte Biografie, die mich auch nachdenklich machte,  über einen Mord, der bis heute nicht aufgeklärt werden konnte.


John Ramsey - Dezemberdrama - Brunnen Verlag GmbH - ISBN 978-3-7655-0903-2





Sonntag, 5. Oktober 2014

Petra Schier - Der Hexenschöffe


Kurzbeschreibung:
(Klappentext)
Anno 1636 ist ganz Deutschland vom Hexenwahn ergriffen. Schon einige Jahre zuvor traf es auch das beschauliche Rheinbach - eine Zeit, an die sich keiner gern erinnert. Und nun hat der Kurfürst den Hexencommissarius erneut in die Stadt beordert.
Hermann Löher, Kaufmann und jüngster Schöffe am Rheinbacher Gericht, hat Angst um Frau und Kinder. Sein Weib Kunigunde gehört zur "versengten Art": Angehörige ihrer Familie wurden damals dem Feuer überantwortet. Löher glaubt nicht an Hexerei und an die Schuld derer, die vor Jahren den Flammen zum Opfer fielen. Eine gefährliche Einstellung in diesen Zeiten.
Als die Verhaftungswelle auch auf Freunde übergreift, schweigt der Schöffe nicht länger. Und schon bald beginnt für ihn und seine Frau ein Kampf gegen Mächte, die weit schlimmer sind als das, was man den Hexen vorwirft...

Fazit:
"Eine wahre Geschichte aus dunkler Zeit" so lautet die Überschrift des Klappentextes.
Petra Schier schuf um die reale Person des Hermann Löher und seiner Familie einen historischen Roman, der seinesgleichen sucht.
Schon zu Beginn nahm mich die Geschichte um die damalige Hexenverfolgung gefangen. Der Aberglaube der Menschen der damaligen Zeit ist heute kaum zu verstehen. Missernten, schlechtes Wetter, kranke Tiere - schnell wurde ein/eine Hexer/Hexe gefunden, die dafür verantwortlich war.
Unter Folter gaben diese armen, unschuldigen Menschen natürlich bald alles zu, was der Hexencommissarius hören wollte. Dabei ging es dem Hexencommissarius eigentlich nur um Geld, denn Vermögen oder Eigentum der Verurteilten flossen zum größten Teil in seine Taschen.
Hermann Löher versuchte sich mit einigen wenigen dagegen aufzulehnen und schaffte es noch rechtzeitig, seine Familie und sich in Sicherheit zu bringen.

Wie auch in ihren anderen historischen Romanen verstand es die Autorin die Charaktere, Handlungen und Orte so realistisch zu beschreiben, dass mir das Lesen oft Gänsehaut bescherte. Gerade die Beschreibung der Folterungen und der Verbrennungen auf den Scheiterhaufen, sind nichts für zart besaitete Leser.

Ein gelungener, lesenswerter historischer Roman.

Informationen über Petra Schier und ihre Bücher auf  www.petra-schier.de

Petra Schier - Der Hexenschöffe - Rowohlt Taschenbuch Verlag - ISBN 978-3-499-26800-7


Sonntag, 21. September 2014

Mila Roth - ...Dein Freund und Mörder













Taschenbuch, 172 Seiten
ISBN 978-1-500859-66-4
6,99 Euro
eBook (Kindle, EPUB)
ISBN EPUB 978-3-95690-188-1




Kurzbeschreibung:
Der Umzug rückt näher. Janna sortiert auf dem Dachboden einige Kisten und findet dabei eine unbeschriftete DVD. Sie versucht sie auf ihrem Computer abzuspielen, scheitert aber an dem fehlenden Passwort. Aus Angst vor Viren entsorgt sie die DVD zunächst im Papierkorb. 
Kurze Zeit später steht ihr Exfreund Sander vor ihrer Tür und erklärt ihr, die von Janna gefundene DVD hat er vor einiger Zeit auf ihrem Dachboden versteckt. Durch Jannas Versuch, die DVD abzuspielen, sind Signale gesendet worden die er und auch eine kriminelle Organisation erreicht haben. Die DVD bekam Sander von seinem Bruder, der mit seiner Frau Opfer der Organisation wurde. Sander hat Angst.
Janna fackelt nicht lange und bittet Markus Neumann um Hilfe. Gemeinsam begeben sie sich in den Schwarzwald zu einer Berghütte, in deren Nähe Sanders Bruder wichtiges Beweismaterial versteckt hat. Die Zeit drängt, denn die Verfolger sind ihnen auf der Spur.

Meinung / Fazit:
Dieser siebte Teil der Vorabendserie um Janna und Markus war wieder ein Lesevergnügen. Bereits nach wenigen Seiten stieg die Spannung von Null auf Hundert.
Wie immer war der Schreibstil flüssig und die Protagonisten und Handlungen bildhaft beschrieben.

Erstaunt war ich, als Sander mit ins Spiel kam. Wer hätte gedacht, dass er nochmals in der Serie auftaucht? Schnell waren aber die Zusammenhänge klar und Jannas Reaktion Markus zu informieren erwies sich als goldrichtig.
Sander war es gar nicht recht, dass Janna bei dem "Meinungsforschungsinstitut" arbeitet. War es wegen der unkalkulierbaren Risiken oder die Zusammenarbeit mit Markus? Jedenfalls fand ich Sanders leichte Eifersucht gut platziert.
Auch Markus taute etwas mehr auf und der Umgang mit Janna fiel lockerer aus als bisher. Er könnte sich sogar eine weitere Zusammenarbeit mit ihr vorstellen.
Janna wollte nach ihrem letzten Einsatz ihre Tätigkeit als "Aushilfsagentin" eigentlich aufgeben, aber da unter dem letzten Kapitel steht "Fortsetzung folgt", wird es - hoffentlich -  mit Janna und Markus weitergehen.

Ein Buch mit kurzweiliger, spannender Unterhaltung; eine super Vorabendserie.


Mila Roth - ...Dein Freund und Mörder - alle Rechte bei der Autorin  www.mila-roth.de