Sonntag, 13. Januar 2013

Kristin Hannah - Wie Blüten im Wind



Kurzbeschreibung:

Von ihrer drogensüchtigen Mutter immer wieder aus den Pflegefamilien gezerrt, immer wieder im Kinderheim gelandet,so beginnt die Geschichte von Lexi, einem 14jährigem Mädchen. Nun, nach dem Tod der Mutter eröffnet ihr ihre Betreuerin im Kinderheim, sie komme zu ihrer Familie, es ist eine Schwester ihrer Großmutter, von der Lexi noch niemals hörte, da ihre Mutter sie immer in dem Glauben ließ, es gäbe keine Verwandtschaft. Mit gemischten Gefühlen macht sie sich auf zu Eva, die sie gerne in ihr Heim aufnimmt. Lexi hofft, es geht alles gut. Parallel lernen wir Jude und ihre Familie kennen, Miles ist Arzt und die Zwillinge Mia, eher schüchtern und Zach, sehr selbstbewußt, beginnen ihr neues Schuljahr an der Highschool. Jude ist eine Mutter, die nicht loslassen kann. Auch für Lexi beginnt der erste Tag an der Highschool, dort lernt sie Mia während der Pause auf dem Schulhof kennen und wird von ihr eingeladen, den Nachmittag bei ihr zu verbringen. Da sie sich gut verstehen, willigt Lexi gerne ein. Jahre der Freundschaft beginnen und auch Zach und Lexi kommen sich näher. Doch eines Nachts, nach einem schweren Autounfall, ist nichts mehr wie es war.

Fazit:
Die Leseprobe zu diesem Buch hatte mir schon gut gefallen.
Das Buch selber übertrifft alles.

Auch wenn man denkt Mädchenfreundschaft, Highschool, erste Liebe alles schon mal dagewesen, dieses Buch ist anders.

Mit dem Vorleben von Lexi steigt man in die Geschichte ein und nach der Vorstellung der Familie Farraday verbinden sich die beiden Geschichten zu einer.

Der flüssige, fließende Schreibstil nahm mich von den ersten Seiten an in seinen Bann und ich konnte nicht aufhören zu lesen, bis das Buch beendet war.

Was einmal als Freundschaft begann wurde durch eine tragische Fehlhandlung abrupt beendet. Schuldzuweisungen, die ans Limit der Gefühle gehen, Selbstvorwürfe die zu Fehlentscheidungen führen, sowie Hass, der nicht zu bewältigen scheint, alles kommt in diesem Roman zur Sprache.

An einigen  Stellen berührte mich die Geschichte so emotional, dass ich schlucken mußte.

Auch wenn es eine fiktive Geschichte ist, sie könnte so auch im realen Leben stattgefunden haben.

Für dieses Buch gibt es eine Leseempfehlung von mir.

Die Autorin Kristin Hannah hat zahlreiche Bestseller veröffentlicht und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in einer kleinen Stadt in der Nähe von Seattle, Washington.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen

Kristin Hannah - Wie Blüten im Wind - ullstein Verlag

Freitag, 11. Januar 2013

Lucinda Riley - Das Orchideen Haus




Kurzbeschreibung:

Nach einem schweren Schicksalsschlag kommt die Konzertpianistin Julia Forrester durch einen Zufall auf das Anwesen Wharton Park zurück. Dort hat sie als Kind viel Zeit bei ihrem Großvater Bill, einem bekannten Orchideenzüchter, im Gewächshaus verbracht. Bei Renovierungsarbeiten auf dem Anwesen findet der jetzige Besitzer Kit Crawford ein altes Tagebuch, das womöglich Julias Großvater gehörte. Während eines Gespräches mit ihrer Großmutter Elsie kommt ein lang gehütetes Familiengeheimnis ans Tageslicht.

Fazit:
Neugierig durch den Klappentext begann ich das Buch zu lesen. Leider hielt der weitere Inhalt nicht, was der Klappentext versprach.

Der Einstieg in die Geschichte, die durchaus flüssig geschrieben ist, gelang gut.
Doch je weiter ich las, um so enttäuschter wurde ich.
Die Dialoge wurden flach, teilweise phrasenhaft.
Die Geschichte wurde in manchen Bereichen unnötig in die Länge gezogen, künstlich dramatisiert und glitt teilweise ins kitschige ab.

Einige Abschnitte lasen sich wiederum ganz gut, z.B. Julias Reise zu ihrer wahren Großmutter Lidia nach Thailand.

Das Buch habe ich in einer Leserunde gelesen, die mich durchhalten ließ. Sonst hätte ich es abgebrochen.

Schade, die Geschichte hat eigentlich Potenzial, aber manchmal ist weniger mehr.

Bei diesem Roman handelt es sich um den Debutroman der Autorin.

Ich vergebe 2 von 5 Sternen

Lucinda Riley - Das Orchideen Haus - Goldmann Verlag

Donnerstag, 10. Januar 2013

Deborah Raney - Die Nacht am Fluss




Kurzbeschreibung:

Leonie befindet sich auf der Heimfahrt zu ihrer Wohnung, wo ihr Freund Kevin auf sie wartet. Sie mußte für ihn, mitten in der Nacht, eine Flasche Whiskey besorgen.
Da wird plötzlich ihre Autotür aufgerissen und ein fremder Mann steigt ein und bedroht sie mit einer Pistole.

Fazit:
Wie muß Leonie unter Kevin gelitten haben, dass sie während ihrer Entführung, dem Mann ging es allein um das Auto, den Plan Kevin zu verlassen, in die Tat umsetzte ?
Von Kevin, ein totaler Kontrollfreak, der sie körperlich und psychisch mißhandelt, so weit wie möglich fort zu kommen, das ist ihr Ziel.

Der Weg ihrer Flucht, mit der ständigen Angst vor Kevin im Nacken, läßt sie ein Netz von Lügen um sich aufbauen. Es bedrückt sie zwar die Menschen, die ihr auf ihrer Flucht selbstlos helfen, zu belügen, aber die Angst vor Kevin ist zu groß.

Bei Wren und Bert findet sie schließlich einen Ort, an dem sie zur Ruhe kommen kann.
Auch in Trevor, der selber großes Leid erfahren hat, findet sie einen wahren Freund und Helfer.

Leonie findet den Mut einen Neuanfang zu wagen. Sie erkennt, dass auch die Menschen, die ihr hilfreich zur Seite stehen eine Vergangenheit haben, denen ihr Glaube an Gott aber Trost und Halt gibt.

Durch ihren flüssigen Schreibstil und ihre realistischen Darstellungen der Situationen und Gefühle hat die Autorin Deborah Raney mich von diesem Buch überzeugen können.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen

Deborah Raney - Die Nacht am Fluss - Brunnen Verlag

Dienstag, 8. Januar 2013

Sina Beerwald - Die Goldschmiedin



Kurzbeschreibung:

Juliane lebt, nach dem letzten Willen ihres verstorbenen Vaters , bei dem Goldschmied Drentwett als Magd. Es ist das Jahr 1742, als Drentwett den Auftrag erhält die kaiserliche Hauskrone zu erschaffen. Da ein heimtückisches Augenleiden ihn immer mehr erblinden läßt, ist Juliane seine einzige Rettung. Juliane, die von Drentwett schon in einigen Teilen der Goldschiedekunst von Drentwett ausgebildet wurde, sieht darin eine große Chance dem Haus Drentwett zu neuem Ansehen zu verhelfen . Die Zeit bis zur Krönung ist sehr kurz, viele Widrigkeiten treten auf und Juliane muß sogar um ihr Leben fürchten.

Fazit:
Dieser historische Roman erschien bereits 2008 und war der Debutroman von Sina Beerwald.
Im Nachwort des Buches erfährt der Leser, was die Autorin zu dem Roman inspirierte, auch ein Glossar ist angefügt.
Mit ihren Nachforschungen, so authentisch wie möglich über die Goldschmiedekunst zu berichten,gab sie sich viel Mühe.
Teilweise waren mir die Ausführungen zu viel, da ich wohl nie in die Lage kommen werde, eine Goldkrone oder andere Goldschmiedearbeiten zu erschaffen.
Aber man spürt auch, dass es eine harte Brotkunst war, die viel Geschick und Aufmerksamkeit erforderte, gerade zur damaligen Zeit.

Für die damalige Zeit war Juliane eine sehr mutige junge Frau, die sich auch durch die Steine, die ihr in den Weg gelegt wurden, nicht von ihrem Ziel abbringen ließ. Viel Geduld und Herz zeigte sie gegenüber ihren Mitmenschen, besonders Meister Drentwett gegenüber.

Der Schreibstil ist flüssig , die Protagonisten, deren Tätigkeiten und auch die Umgebungen bildhaft beschrieben.

Zu Beginn zog sich die Geschichte etwas in die Länge, aber allmählich siegte die Neugier und auch die Spannung baute sich auf.

Der Schluß des Romans war zu keiner Zeit vorhersehbar und sehr überraschend.
Ein Buch, welches nach anfänglichen Schwierigkeiten ein guter historischer Roman wurde.


Ich vergebe 4 von 5 Sternen


Sina Beerwald - Die Goldschmiedin - Heyne Verlag



Sonntag, 6. Januar 2013

Christian Döring - Mord an der Klosterkirche



Kurzbeschreibung:

Waldemar Rankowski, ein von Schulden geplagter Hartz IV Empfänger, macht mit seinem Dackel Arnold einen Morgenspaziergang. Diese Zeit ist ihm die liebste, er begegnet so gut wie keinem Menschen und kann sich seinen Gedanken hingeben. An der Kirchenmauer sah er einen Haufen voller Lumpen, der sich aus der Nähe als Mensch entpuppte. Waldemar vermutete ihn ihm einen Betrunkenen, der dort seinen Rausch ausschlief und erleichterte ihn um seine Wertsachen. Als ein Jogger auf Waldemar zukam, zog dieser es vor zu verschwinden, er wollte nicht beim Diebstahl erwischt werden. Der Jogger wollte dem Mann an der Mauer helfen und bemerkte, dieser war bereits tot......

Fazit:
Dieser kleine " Krimi" , der in der Fontane Stadt Neuruppin spielt, ist ein kleines Büchlein von knapp 70 Seiten.
Das Cover ist recht einfach gestaltet, da hätte man mit geringem Aufwand auch eine andere Lösung finden können.
Das Textbild hat mich zuerst etwas irritiert, es ist für ein Buch doch eine eher ungewöhnliche Form.

Die Geschichte selber ist mit recht einfachen Worten und Sätzen flüssig geschrieben.
Die Protagonisten sind gut beschrieben, ich konnte sie mir bildhaft vorstellen.
Auch an einer gewissen Spannung mangelt es diesem Kurzkrimi nicht, das Ende war nicht vorhersehbar.

Nicht so gut hat mir die Kommissarin Grabowski gefallen. Ihre Sprache und ihr Auftreten waren mir etwas wirklichkeitsfremd.

Ansonsten war es ein Kurzkrimi, der mir gut gefallen hat.

Über den Autor:
Christian Döring lebt mit seiner Familie in Alt Ruppin im Grünen.
Sein großes Hobby ist seit Jahren die Literatur - er veröffentlicht im Internet Rezensionen, schrieb unter anderem ein Andachtsbuch für Kinder und betreibt selbst eine Internetseite über Bücher.
Dieses Buch ist sein erster Stadtkrimi.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen

Christian Döring - Mord an der Klosterkirche - CreateSpace Independent Publishing Platform


Donnerstag, 3. Januar 2013

Kate Pepper - Der Domino-Killer



Kurzbeschreibung:
Karin Schaeffer verließ den Polizeidienst, nachdem ein Serienmörder ihren Mann und ihre Tochter ermordete. Er bekam den Namen Domino-Killer, da er stets Hinweise auf seinen nächsten Tatort in Dominosteinen hinterließ, deren Rätsel dann zu lösen waren. Als dem Domino-Killer die Flucht aus dem Gefängnis gelingt, ist nicht nur Karin in Gefahr.....

Fazit:
Zu Beginn des Buches, welches in der Ich-Form geschrieben ist, wird dem Leser die berufliche und auch familiäre Vergangenheit von Karin beschrieben. Im weiteren ebenso ihr Zusammenbruch, hervorgerufen durch die unglaubliche Tat des Killers, ihre Selbstvorwürfe die Hinweise auf die Tat nicht rechtzeitig erkannt zu haben und die therapeutischen sowie medizinischen Behandlungen.

Zum Verständnis der Handlungen gut beschrieben, mir jedoch teilweise etwas zu langatmig geraten.

Der flüssige Schreibstil und die gute Beschreibung der Protagonisten ließen mich weiterlesen, aber überzeugen, gerade als Thriller, konnte es mich nicht.

Für mich war es ein Krimi mit mäßiger Spannung.

Es war für mich das erste Buch von Kate Pepper. Auch wenn es mich nicht überzeugt hat, werde ich noch weiter Bücher von ihr lesen.


Ich vergebe 3 von 5 Sternen

Kate Pepper - Der Domino-Killer - rororo Taschenbuch Verlag

Mittwoch, 2. Januar 2013

Petra Schier - Tod im Beginenhaus


Kurzbeschreibung:

Die Apothekerstochter Adelina Merten lebt mit ihrem Vater und ihrem jüngeren Bruder, bei dessen Geburt die Mutter verstarb und der Bruder Vitus leider geistig behindert geboren wurde, im Köln des 14. Jahrhunderts. Zusammen mit dem Vater betreibt sie die Apotheke am Alter Markt. Neben ihrer Arbeit in der Apotheke und der Führung des Haushaltes, kümmert sie sich auch zeitweilig um kranke und geistig behinderte Menschen, die im Hospital der Beginen gepflegt werden. Plötzlich kommt es in diesem Hospital zu vermerten und mysteriösen Todesfällen. Eine Seuche wird vermutet und der Rat der Stadt will das Hospital schließen lassen. Adelina glaubt nicht an eine Seuche, beschließt der Sache auf den Grund zu gehen. und begibt sich selber in Gefahr.

Fazit:
Dieses bereits 2005 erschiene Buch ist das erste Buch der Adelina-Reihe von Petra Schier. Leider fand es erst jetzt den Weg zu mir, denn es lohnt sich, gerade für Leser historischer Romane, dieses Buch zu lesen.

Gut recheriert, flüssig und bildhaft geschrieben nimmt es den Leser mit in das Köln des 14. Jahrhunderts.

Bereits im Prolog wird die Neugier geweckt und bald schon Spannung aufgebaut.

Adelina, eine junge Frau, die selbstbewußt und voller Tatendrang den Dingen auf den Grund geht und sich so schnell nicht einschüchtern läßt, sie scheint die "Miss Marple" des 14. Jahrhunderts zu sein.

In Adelinas Leben gibt es ein Geheimnis, welches langsam gelüftet wird.

Magister Neklas Burka, der zuerst als Untermieter ins Apothekerhaus einzieht und langsam eine Beziehung zu Adelina aufbaut, die beginnende Demenz des Vaters und Adelinas Fürsorge für den behinderten Bruder sind in der Geschichte sehr schön herausgearbeitet.

Ein gut zu lesendes Buch, dessen historischer Hintergrund am Ende der Geschichte von der Autorin erläutert wird.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen

Petra Schier  -  Tod im Beginenhaus  -  rororo Taschenbuch Verlag