Freitag, 20. Juli 2012
Friedrich Strassegger - Goldsteins Geständnis
Kurzbeschreibung: ( Klappentext )
Der Self-made Millionär Daniel Goldstein erholt sich in Eilat am Roten Meer. Dann erreicht ihn ein Brief, der mit einem Schlag sein Leben verändert. Die Vergangenheit hat ihn eingeholt. Der Brief ist zwar an Daniel Goldstein in Tel Aviv adressiert, die Anrede im Schreiben richtet sich jedoch an den SS-Sturmscharführer Hermann Westermayer. Wer kennt seine zweite Identität? Wie kann er sich gegen diese offensichtliche Erpressung zur Wehr setzen? Und vor Allem: Kann er seine jahrzehntelange Täuschung aufrecht erhalten und sich der Justiz entziehen?
Fazit:
Mit " Goldsteins Geständnis" hat Friedrich Strassegger Zeitgeschichte geschrieben. Diese wahre Geschichte, durch Recherche zusammengetragen , gewährt dem Leser Einblick in das Leben von Daniel Goldstein/Herbert Westermayer. Von Anfang bis Ende erschütternd und spannend zugleich. Mehr kann man nicht sagen, man muß dieses Buch einfach lesen.
Ich vergebe 5 von 5 Sternen
Friedrich Strassegger - Goldsteins Geständnis - Esch Verlag
Dienstag, 17. Juli 2012
Fritz Stiegler - Valentina
Kurzbeschreibung:
Die junge Valentina wird aus ihrem Heimatdorf in der Ukrainie verschleppt und findet zuerst als Zwangsarbeiterin bei einer Schuhmacherfamilie Unterkunft und Arbeit. Durch widrige Umstände kommt sie ins Arbeitslager Langenzenn, dort beginnt für sie die Zeit der Gewalt, der Demütigung und Entbehrung. Während eines Ernteeinsatzes gelingt es ihr zu fliehen. Sie wird von einer nächstenliebenden Bauernfamilie aufgenommen und versteckt. Obwohl ihr Name geändert wird bleibt die ständige Angst vor Entdeckung.....
Fazit:
Dieser Roman beruht auf einer wahren Geschichte.
Durch den flüssigen und bildhaften Schreibstil des Autors wähnt man sich mitten im Geschehen. Die Zustände im Arbeitslager, das Leben im Dorf und in den Familien wird durchaus real dargestellt. Man erfährt, dass nicht alle Nazi`s gleich "schlecht" waren. Einige hatten durchaus Mitgefühl für die Gefangenen, trauten sich aber nicht es offen zu zeigen. Auch in der Bevölkerung gab es Menschen, denen das Leid der Strafgefangenen nicht gleichgültig war. Sie versuchten die Not mit Nahrung während der Arbeitseinsätze etwas zu lindern. Glaubhaft hat er diesen Zeitabschnitt des NS-Regimes in dem Roman dargestellt.
Hilfreich sind auch die Seiten am Ende des Buches:
Was ist Wirklichkeit? Was ist Fiktion?
So erfährt der Leser welche Personen real sind und was schriftstellerische Freiheit ist.
Dieses Buch zu lesen kann ich nur empfehlen, mich hat es emotional sehr berührt..
Ich vergebe 5 von 5 Sternen
Fritz Stiegler - Valentina - Brunnen Verlag
Donnerstag, 12. Juli 2012
Terri Blackstock - Wiedersehen am Meer
Kurzbeschreibung:
Maggie Downing, erfolgreiche Fotografin, lädt ihre erwachsenen Töchter Corinne und Sarah zu einer gemeinsamen Woche am Meer ein. Widerstrebend nehmen die beiden die Einladung an - da ihr Verhältnis untereinander nicht das beste ist, scheint dieser Strandurlaub nicht so erstrebenswert zu sein.
Die ersten Tage sind geprägt von Vorwürfen und Schuldzuweisungen, doch dann erfahren sie von der schweren Krebserkrankung der Mutter.....
Fazit:
Diese Erzählung von Terri Blackstock hat mich emotional sehr ergriffen.
Einfühlend hat sie die zwischenmenschliche Beziehung der Töchter zur Mutter beschrieben, wie alle drei ihre Vergangenheit aufgearbeitet haben und dadurch untereinander wieder zueinander fanden.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen.
Ein Buch, das auch zum Nachdenken anregt.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen
Terri Blackstock - Wiedersehen am Meer - Verlag Schulte & Gerth
Dienstag, 10. Juli 2012
Terri Blackstock - Das Versprechen
Kurzbeschreibung:
Amanda, eine gläubige junge Frau, lernt auf einer religiösen Veranstaltung den Witwer Jack Holbrooke kennen. Jack ist der Sohn von Paul Holbrooke, der mit seiner Firma durch Mikrochips und Prozessoren, zu großem Reichtum kam. Doch Jack wollte nichts von dem Geld des Vaters und baute sich ein kleines Flugunternehmen auf. Jack ist Vater der Zwillingsmädchen Lizzie und Kara, deren leibliche Mutter kurz nach der Geburt durch einen Unfall starb. Amanda und Jack fühlen sich zueinander hingezogen und heiraten. Sie verspricht ihm den Zwillingen stets eine gute Mutter zu sein und gut für sie zu sorgen. Bereits nach einem halben Jahr kommt Jack, zusammen mit seinen Eltern, bei einem Flugzeugunglück ums Leben. Da beginnt für Amanda und die Mädchen ein Leben, dass man seinem ärgsten Feind nicht wünscht.......
Fazit:
Ohne große Erwartungen begann ich das Buch zu lesen. Bereits nach den ersten zwanzig Seiten hatte es mich in seinen Bann gezogen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Kara erzählt. Sie ist lebendig geschrieben, der Lesefluss immer vorhanden und weckte große Neugierde. Teilweise war ich schockiert, zu was Menschen fähig sein können.
Die Aussage " Sie hat so viel mehr zu bieten als nur Geld - ein Herz und ein Heim voller Liebe " finde ich sehr beschreibend für die Protagonistin Amanda, dem Herzstück dieser Geschichte, die an einigen Stellen dem "Gleichnis vom verlorenen Sohn" aus der Bibel nahe kommt.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen
Terri Blackstock - Das Versprechen - Francke Verlag
Montag, 9. Juli 2012
Valentina Berger - Das Liliengrab
Kurzbeschreibung: ( Klappentext )
In einem Wald liegt ein lebloses Baby, gebettet auf Lilien. Gerichtsmediziner Heinz Martin steht vor einem grausigen Rätsel. Wie wurde der Säugling getötet? Und dieser Mord ist erst der Anfang des Albtraums. Kurz darauf verschwindet ein weiteres Baby Auch dieses findet man wenig später ermordet und auf Lilien gebettet. Heinz Martin und seine Kollegin Laura Campelli jagen ein Phantom, doch das Böse macht auch vor der Familie der jungen Forensikerin nicht halt.....
Fazit:
Das Liliengrab ist, nach der Augenschneider, der zweite Psychothriller von Valentina Berger. In diesem Teil war mir das Ermittlerteam schon recht vertraut - Heinz Martin, der Pathologe, Laura Campelli , die Forensikerin und Helmut Wagner, der Kommisssar. Auch wenn sie nicht immer einer Meinung waren, arbeiteten sie doch gleichwegs in die selbe Richtung. Obgleich die Täterin schon frühzeitig feststand war doch die Spannung stets gleichbleibend hoch. Das Buch ließ sich gut lesen, obwohl manchmal Beklemmungen auftraten, der Schreibstil ist flüssig , die Protagonisten bildhaft beschrieben.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen
Valentina Berger - Das Liliengrab - Piper Verlag
Donnerstag, 5. Juli 2012
Valentina Berger - Der Augenschneider
Kurzbeschreibung: ( Klappentext )
Er schneidet ihnen bei lebendigem Leib die Augen heraus: jungen, schönen Frauen. Denn er braucht ihr Augenlicht...
Heinz Martin, Gerichtsmediziner in Wien, ist einem Serienkiller auf der Spur. Zwei Frauen hat er schon gefoltert und grausam verstümmelt. Beide Opfer waren attraktiv, schlank und hochgewachsen. Dann verschwindet auch Martins bildschöne Schwester spurlos, und kurz darauf schickt ihm der Killer eine Nachricht, die keinen Zweifel daran lässt, was er mit ihr vorhat.........
Fazit:
Der Augenschneider ist das Romandebüt (Psychothriller) von Valentina Berger und ich muß sagen, es ist ihr gelungen. Die Geschichte hat mich von Beginn an gefesselt, die Protagonisten sind bildhaft beschrieben, auch die "zwischenmenschlichen" Beziehungen sind gut heraus gearbeitet, der Schreibstil ist flüssig und der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende erhalten.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen
Valentina Berger - Der Augenschneider - Piper Verlag
Freitag, 29. Juni 2012
Rainer Löffler - Blutsommer
Kurzbeschreibung:
Ein Picknickausflug der Familie Lerch wird zu einer Katastrophe. Wolfgang zieht seine Tochter Louisa aus einem - mit Maden durchsetzten - Matschhaufen und sieht die Überreste einer Leiche. Louisa muß mit einem lebensbedrohlichen Schock ins Krankenhaus .
Der stark angeschlagene Martin Abel,Fallanalytiker beim LKA, Abteilung für operative Fallanalyse - OFA - wird von Wien, seinem derzeitigen Wirkungsort, nach Köln zitiert um die dortige Stelle bei der Aufklärung von fünf zerstückelte Leichen zu unterstützen. Das ihm eine Partnerin zur Seite gestellt wird - Hannah Christ - begeistert ihn nicht sehr.
Fazit:
In die Geschichte kommt man gut hinein und sie läßt sich durch den flüssigen Schreibstil gut lesen.
Leider fiel der Spannungsbogen zur Mitte hin etwas ab, aber stieg dann wieder an.
Teilweise war es mir etwas zu langatmig geschrieben.
Der schwierige Charakter des Fallanlytiker Abel und die Ermittlungsarbeiten der Polizei sind bildhaft beschrieben.
Für ein Thrillerdebüt - gut geschrieben.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen
Rainer Löffler - Blutsommer - Verlag rororo
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